

| Nauèné stezky Die Besucher des Kaiserwaldes suchen hier sicherlich keine Belehrung, sondern Erholung, bzw. Genesung. Und uns bleibt nur eins zu sagen: ”Besuchen Sie uns, wir wollen Sie wirklich nicht belehren! Wir möchten Ihnen nur zeigen, wo und warum gerade hier Sie sich wohlfühlen können! ”Das Informationssystem und das System ” Erkundungsreisen im Kaiserwald” geht davon aus, daß nur ein gut informierter Besucher unsere Bemühung um die Erhaltung dieser einzigartigen Landschaft verstehen kann. Und vom Wohlbefinden und Verständnis führt nur ein kleiner Schritt zur Zusammenarbeit. Lehrpfad Kladska (Glatzen)Der Lehrpfad ist seit September 1977 in Betrieb, und liegt etwa 9,5 km von Marienbad entfernt ( Straße Marienbad-Glatzen). Die Entfernnung nach Bad Königswart ist 5 km. Die Zufahrt ist entweder individuell mit PKW, oder mit Bus aus Marienbad möglich, bzw. kann man markierte Wanderwege für eine Fußwanderung benutzen. Der Zugartg ist von der Landstraße Kladska-Prameny (Glatzen- Sangerberg), und zwar etwa 250 m vom Jagdschlößchen in Richtung Prameny (Sangerberg) möglich, und der Lehrpfad selbst führt um den Teich Kladska (Glatzen) herum und Ende des NNR Kladske raseliny (Glatzer Torfgründe) vorbei, nämlich an der sog. “Tajga”. Der Lehrpfad selbst besteht aus Holzstegen in Länge von 1,6 km, versehen mit zahlreichen Ruhe- und Aussichtsbänken. Am anderen Ende des Lehrpfades beginnt der Zugang vor allem für Rollstuhlfahrer. Der Rundgang auf dem Lehrpfad selbst ist kárperlich anspruchslos und bedarf keiner speziellen Wanderbekleidung. Lehrpfad “Smradoch” (“Stinker”) Hir handelt es sich um einen Teil des gleichnamigen Naturreservats (Wald-hochmoor), der den Besuchern zugänglich gemacht wurde. Der Lehrpfad ist seit Juli 1976 in Betrieb, 5,4 km von Marienbad entfernt. Der Zugang ist vom Parkplatz, etwa 160 m hinter dem Waldcafé Nimrod möglich. Zufahrt entweder auf der Straße von Marienbad (Richtung Prameny/Sangerberg), oder auf markierten Wanderwegen (blau, rol). Vom Parkplatz führt ein 67 m langer Waldweg, dann beginnt der eigentliche Lehrpfad, geführt über Holzstege. Gesamtlänge des Lehrpfads ist 76 m mit 2 Aussichtsbänken (Aussicht auf den Mofetenschild des “Sumpfvulkans” und auf die Gassauströmung im Grünen See.Informationsschild am Eingang besteht aus zwei Teilen: 1. Besucherordnung des Naturschutzgebietes und Wanderkarte mit Zeitangaben über die Wanderzeit zu anderen zugänglichen Sehenswürdigkeiten. 2. Auf der Aussichtsbank am Pfadende befindet sich ein Schild mit Informationen über die Entstehung der Mineralquellen und Mofeten, sowie auch über das Naturreservat Smradoch/Stinker ). Sowohl der Rundgang selbst, als auch die Wanderstrecke zum Lehrpfad sind körperlich anspruchslos und erfordern keine spezielle Ausrüstung, nur bei Fußwanderungen aus Marienbad bedarf man üblicher Wanderbeklcidung: die Trasse selbst ist als mäßig anspruchsvoll. Tschechisch-, deutsch - und englischsprachige Beschriftungen sind vorhanden. Der Lehrpfad ist das ganze Jahr lang zugänglich. Nach Wunsch kann Fachbegleitung bei der NSG-Verwaltung für Gruppenbcsuche bereitgestellt werden (Anmeldung in der Saison eine Woche im voraus). zurück Lehrpfad “Krizky” (“Drei Kreuze”) Der Lehrpfad wurde der Öffentlichkeit im August 1979 zugänglich gemacht und liegt 14 km von Marienbad (Strecke Marienbad-Sangerberg-Drei Kreuze-Neudorf)entfernt. Die Entfernung aus Prameny (Sangerberg) ist 2,5 km. Zufahrt mit Bus nach Prameny (Sangerberg), und dann zu Fuß, bzw. mit PKW, oder auf markiertem Wanderweg. Länge des Lehrpfads selbst ist 300 m. Mittelmäßig anspruchsvoll, übliche Wanderausrüstung erforderlich. Es handelt sich um einen der Öffentlichkeit zugänglichen Teil des gleichnamigen Naturdenkmals mit Serpentinaufschluß und seltenen spezifischen Pflanzengenossenschaften.Vom Felsgipfel bietet sich eine schöne Aussicht auf die umliegende Landschaft. Auf dem Gipfel eine Kom-paßrose aus poliertem Serpentin, am Eingang ein Informationsschild (NND Krizy/Drei Kreuze, Liste typischer ört-licher Tier- und Pflanzenarten ). Der Lehrpfad (mittelimäßig anspruchsvolle Bergsteigerung im unangepaßten Gelände) ist mit Holzschildern mit Beschriftung und Abbildungen der typischen Flora der Serpentingenossenschaften versehen: Schneeheide (Erica carnea), aufgeblasenes Leimkraut (Silene cucubalus), seltene Serpentin-Streifenfarne (Asplenium serpentini), Zwergbuchs-Kreuzblümchen, bzw. Buchsblättrige Kreuzblume (Chamaebuxus alpestris), gemeines Katzenpfötchen, bzw. Himmelfahrtsblümchen, auch Engelblümchen, oder Sanduhrkraut (Antennaria diodica), das Endemit Cerastium alsinifolium. aus der Homkrautfamilie, Mondraute, ergo Traubenfarn, ergo Mondfieder, auch Walpurgisnacht (Botrychium lunaria), Bergarnika, ergo Wohlverleih (Arnica). Alle Beschriftungen in Tschechisch, Englisch und Deutsch, nur Saisonbetrieb. Vor dem Besuch empfehlen wir, sich bei der NSG-Verwaltung zu erkunigen, ob der Lehrpfad zugänglich ist (Tel. Nr. 0165 - 624081). Die Besucherzahlen sind reguliert, denn bis Ende 1995 verläuft hier die Untersuchung schädlicher Einflüsse der Besucher auf den Lehrpfad. Fachbegleitung kann eine Woche vor dem geplanten Besuch beantragt werden. zurück Geologischer Park Marianske Lazne Der geologischen Entwicklung des Gebiets von Anfang bis in die Gegenwart ist im Stadtmuseum von Marien-bad eine spezielle Abteilung mit vielen Besonderheiten der umliegenden Landschaft, sowie auch der Darstellung des komplizierten geologischen Baus gewidmet. Beim Spaziergang durch den Wald Richtung Mlýnské údolí (Mühltal) in unmittelbarer Nähe des Museums betreten Sie den geologischen Park. Hier, in freier Natur, inmitten eines von engen Pfaden mit Bänken durchwebten Buchenwaldes, können Sie eine einzigartige Naturexposition bewundern. Auf der Fläche von fast 10 ha liegen über 300 Steine zur Schau ausgestellt, von denen der größte über 16 t wiegt. Es sind sowohl bekannte, als auch unbekannte, gewöhnliche und seltene Steinarten, aus denen geologische Fundamente der umliegenden Landschaft bestehen. Neben Proben im “natürlichen” Zustand findet man auch andere mit hochpolierter Oberfläche. Diese Ausstellung “unter freiem Himmel” ist in mancherlei Hinsicht einzigartig: nicht nur deshalb, weil sie die erste Exposition dieser Art in der Tschechischen Republik und dank ihrer Auffassung in Mitteleuropa einzigartig ist, sondern weil sie dem Besucher einen neuen Blick auf die scheinbar so “gewöhnlichen” Dinge wie Steine vermittelt. Der Geopark knüpft unmittelbar auf die geologische, bzw. naturwissenschaftliche Museumsexposition an, die dem, Kaiserwald gewidmet ist. Sowohl das Museum, als auch der Geopark sind das ganze Jahr über geöffnet. Besuchergruppen sollten im voraus bestellt werden. Der Rundgang durch den Geopark ist körperlich anspruchslos und erfordert keine spezielle Bekleidung. Außer den genannten Lehrpfaden sind im ganzen Kaiserwald Dutzende von Informationstafeln installiert, die den Besuchern allerlei historisch, naturwissenschaftlich und gesellschaftlich Wissenswertes vermitteln. Nur stich-probenweise seien hier genannt: Podhora (Podhorn Berg - der jüngste Vulkan in der Gegend, wunderschöne Aussicht auf die umliegende Landschaft), Fichtenkönig (geschützter Baum), Holina (Naturreservat mit ursprünglichen Buchenbeständen) Schömitz-Felsen (Aussicht in die Landschaft, Naturdenkmal, Eruptivform vom Klingstein), Svatoske skaly - Heiligfelsen (Nationales Naturdenkmal, Canon des Eger-Tales, ideales Bergsteigerterrain), und auch der Besuch des kleinen Geheges Hvozd unweit vom Hotel Krakonos (Rübezahl) mit Dammhirschzucht ist empfehlenswert. Alle Texte an den Informationstafeln sind sowohl mit deutscher, als auch mit englischer Übersetzung versehen. Zum näheren Kennenlernen aller bedeutenden Stellen Kaiserwalds ist die Touristenkarte zu empfehlen, in der man Genaueres über die Lage einzelner Tafeln finden kann. |